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By Moritz Schlick

ISBN-10: 3642506194

ISBN-13: 9783642506192

ISBN-10: 3642509290

ISBN-13: 9783642509292

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In his semiautobiographical novel, Cyclops, Croatian author Ranko Marinkovic recounts the adventures of younger theater critic Melkior Tresic, an archetypal antihero who comes to a decision to starve himself to prevent struggling with within the entrance traces of global warfare II. As he wanders the streets of Zagreb in a near-hallucinatory nation of paranoia and malnourishment, Melkior encounters a colourful circus of characters—fortune-tellers, shamans, actors, prostitutes, bohemians, and café intellectuals—all residing in a delicate dream of a society approximately to be replaced without end.

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53, 399); wer aber beides nicht miteinander vermengt und den Begriffen kein reales Sein zuschreibt, sondern nur begriffliche Funktionen als wirklich betrachtet, der macht beine bewußt falsche Annahme, und es ist daher mißverständlich, Begriffe überhaupt als Fiktionen zu bezeichnen. Im Bewußtsein des Denkenden vollzieht sich das Denken eines Begriffes durch ein besonderes Erlebnis, das zu derjenigen Klasse von Bewußtseinsinhalten gehört, die man in der neueren Psychologie vorwiegend als "intentionale" bezeichnet.

Durch die definierten Begriffe erhebt sich das wissenschaftliche Erkennen weit über das alltägliche. Die Erkenntnis wird immer in praktisch zweifelsfreier Weise möglich, sobald man über passend definierte Begriffe verfügt. Betrachten wir ,ein Beispiel. Wenn man mir ein Stück Metall in die Hand gibt, so werde ich nicht erkennen können, ob es etwa reines Silber ist oder nicht, solange ich auf die Wahrnehmungen angewiesen bin, die ich durch bloßes Ansehen oder Betasten des Stückes gewinne. Metalle, etwa des Zinns oder gewisser Legie1) HUME, Treatise on human nature.

In der Tat kommt man aber sehr bald auf Merkmale, die sich schlechterdings nicht mehr definieren lassen; die Bedeutung der diese letzten Merkmale bezeichnenden Worte kann nur demonstriert werden durch die Anschauung, durch unmittelbares Erleben. Was "blau" ist oder was "Lust" ist, kann man nicht durch Definition kennen lernen, sondern nur bei Gelegenheit des Anschauens von etwas Blauem oder des Erlebens von Lust. Damit scheint aber unsere Frage endgültig, und zwar verneinend beantwortet zu sein: das schließliche Zurückgehen auf das unmittelbar Gegebene, auf Anschauung und Erlebnis, ist unvermeidlich, und da allem Derartigen prinzipiell stets eine gewisse Unschärfe anhaftet, so erscheint die Gewinnung absolut exakter Begriffe überhaupt unmöglich.

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Allgemeine Erkenntnislehre by Moritz Schlick


by George
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